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Einsamer Pinguin
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evi


Hauskolonie

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"Der Neue" (6)
11. Juli 2005  -  
===> zur Mauersegler-Nestkamera


 



Ein Pflegekind im Nest: geht das?


Ca. 200 Meter entfernt von unserem Haus wird gerade ein schönes Jugendstilhaus renoviert, vor kurzem wurde
das Gerüst gestellt - das ganze Dach soll erneuert werden! Seit dem Beginn meiner Ansiedelungsbemühungen
2002 war mir dieses Haus aufgefallen, denn dort flogen immer viele Mauersegler
herum und deshalb schrillten bei mir gleich die Alarmglocken, als jetzt das Gerüst incl. der obligatorischen Kunststoffnetze gestellt wurde.
Bin heute Abend hin und bin mit dem sehr  kooperativen Hausbesitzer auf's Gerüst geklettert.
Schon nach wenigen Minuten wurden wir an einer Dachgaube fündig, dort hatte ich schon
seit 2002 Anflüge beobachtet. In einem Nest direkt unter den Dachziegeln saß ein kleiner
Mauersegler (ca. 25 Tage alt), ungefähr so weit entwickelt wie "meine". Am
nächsten Tag sollten dann alle Ziegeln runter, alle Öffnungen werden dann "abgedichtet". Ich kam noch gerade rechtzeitig, er wäre
wohl dem Tode geweiht gewesen, denn Handwerker nehmen eigentlich nie Rücksicht.
Zeit ist Geld und Mauersegler oder andere brütende Tiere werden fast nie
gemeldet, jährlich kommen deshalb qualvoll zigtausende Vögel ums Leben!


Jetzt gab es zwei Möglichkeiten:

a) "Per Hand" aufziehen (wovon ich aus verschiedenen Gründen kein Freund bin)

b) einem anderen Brutpaar unterschieben


Habe dann unseren deutschen "Mauerseglerpapst" Erich Kaiser aus Kronberg im Taunus angerufen, weil ich von ihm weiß, dass er jedes Jahr erfolgreich aufgefundene Mauerseglerjunge seinen Brutpaaren "unterschiebt". Er
hat mir folgendes geraten:


1. Das Alter der Jungvögel muß zueinander passen (war hier ziemlich der Fall, der "Aufgefundene"
ist zwar ca. 5 Tage älter, das geht aber wohl noch). 


2. Dann muss man das Gewicht feststellen: wenn es deutlich unter dem für das
Alter üblichen Gewicht liegt, muß der Segler zuerst paar Tage per Hand hochgepäppelt werden (er macht es als Imker mit Drohnenbrut, ist ideal!). Andernfalls hätte "der Neue" anfangs keine Chance gegen normal vitale Jungvögel, denn jede Fütterung ist ja eine Konkurrenzsituation.


3. Es dürfen zusammen mit dem "Adoptivkind" nicht mehr als drei
Junge im Nest sein.



Habe dann meine Kamera geschnappt und eine Waage und bin wieder zum Gerüst
gepilgert, der Hausbesitzer war sehr freundlich und hat geholfen! Ich mach es kurz: der eigentlich dem Tod geweihte Segler wurde "evakuiert", Gewicht war ok, und daher fiel gleich meine Entscheidung für's Unterschieben. 


In einer etwas waghalsigen Aktion (in 14 Metern Höhe halb aus der Dachgaube gebeugt) konnte ich den kleinen Pechvogel
(jetzt hoffentlich ein Glücksvogel) ins Einflugloch von meinen verkabelten "Hightec-Gaubenkasten"
;-) schieben, er kroch ratzfatz von alleine ins Dunkle.) Per Kamera hatte ich
zuvor sichergestellt dass gerade kein Altvogel im Nest war. Und was geschah dann? 10 Minuten lang war
"der Neue" nicht im Kamerabild zu sehen, weil es einen toten Winkel
zwischen Einflugloch und Kunstnest gibt (ist ein sehr großer Kasten). Dann flog ein Altvogel
und fütterte wie gewohnt die zwei Angestammten. Immer noch nichts vom "Neuen" zu sehen, der mußte irgendwo hocken. Aber plötzlich gegen Ende der Fütterung kam er geschwind ins
Kamerabild gekrochen, mischte sich unters Mauerseglervolk und seitdem ist alles in wunderbarer Eintracht (nach menschlichem Ermessen). 


Irgendwann in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli ist der
"Adoptivsegler" bei sehr guten Wetterbedingungen ausgeflogen!




Erstes Fazit: Herr Kaiser hat bislang in jedem Nest mit "Untergeschobenen" gute Erfahrungen gemacht und ich danke ihm
sehr für diese Anregung! Denn es gibt doch nichts Besseres für diesen "Unglückssegler" als von
"Seinesgleichen" großgezogen zu werden! Bin jetzt erst mal sehr froh über diese Lösung und hoffe, dass es keine weiteren Probleme gibt. 


Hoffentlich melden die Handwerker noch weitere eventuell versteckte Seglerbrutplätze, ich bat den
Hausbesitzer darum, darauf zu achten. Die würde ich dann irgendwo zur Pflege
abgeben, 3 Jungen sind das Maximum für eine "Pflegefamilie".
Optimal  wäre es, wenn man den vorhandenen Brutplatz irgendwie erhalten
könnte bzw. nach Abschluß der Renovierungsarbeiten ein Ersatzquartier anbringen
könnte. Ich bleib dran an dem Fall...


Hauskolonie 2006 (7)


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